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Besonders Begabte Kinder e.V.

Besonders Begabte Kinder e.V.

Termine

Vater-Kind-Zelt-Wochenende 2017

7.07.-9.07.2017 auf dem Zeltplatz Waldesruh in der Fränkischen Schweiz

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Kindergruppentermine 2016/17

Mädchen- und Jungengruppe

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Elternrunde an jedem ersten Montag im Monat

Austausch- und Kontaktmöglichkeit für Interessierte und betroffene Eltern

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Sommerferienprojekt „Spinnen mit allen Sinnen“ vom 30. Juli bis zum 1. August 2014

24 Mädchen und Jungen im Alter von 6-13 Jahren beschäftigten sich unter der Leitung von Frau Diplom-Pädagogin (Univ.) Alexandra Szymaniak in den ersten drei Tagen der bayerischen Sommerferien im Ökumenischen Zentrum in der Kalbsiedlung in Fürth mit der Vielfalt unserer menschlichen Sinne. Viele Teilnehmer waren Mitglieder des Vereins Besonders Begabte Kinder e.V, das Projekt stand jedoch prinzipiell allen Interessierten offen.

Betreut wurden die Kinder durch ein ganzes Team qualifizierter Frauen und Männer, von denen einige bereits seit mehreren Jahren unter der pädagogischen Anleitung von Frau Szymaniak die besonders begabten Kinder bei Gruppenangeboten begleiten. Weitere Unterstützung bekamen sie von vier jugendlichen Betreuerinnen und Betreuern, welche ehemals in den Kindergruppen die Angebote genutzt haben und nun ihrerseits den Verein und die neuen Kinder unterstützen möchten. Dieser hohe Betreuungsschlüssel ist uns in unserer Arbeit sehr wichtig, um den Kindern mit ihren sehr unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden zu können.

Unter Anleitung von verschiedenen Fachleuten (Musiklehrer, Taub-Blinden-Assistentin, Sozialpädagogin aus der Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder und Jugendlicher) fanden an den 3 Projekttagen vielfältige Workshops rund um das Thema „Sinne“ statt, was in einer Aufführung für Eltern und Interessierte am letzten Tag gipfelte. Mit Akrobatik den eigenen Körper intensiv erfahren, mit Farben matschen und Körperabdrucke herstellen, Fühlbilder gestalten, die auch mit geschlossenen Augen tastbar sind, Instrumentenbau aus alltäglichen Dingen, Blindenschriftschreibmaschine ausprobieren, „Mensch ärgere dich nicht“ für Blinde, Blind geführt werden, Bodypercussion, Finger- und Lormalphabet, … die Auswahl der Angebote war sehr reichhaltig und vielfältig. In festen Teams beschäftigten sich die Kinder in den Workshops und konnten dabei „SENSOS“, die Währung in unserem Projekt, erwerben und in unserem „Laden“ gegen kleine Leckereien oder Spielsachen eintauschen.

Das Highlight am ersten Tag war sicherlich nach dem Vertrautwerden mit den vielfältigen Betätigungs- und Erfahrungsmöglichkeiten der Besuch einer erblindeten Dame mit ihrem Blindenhund „Noah“ bei den Kindern. Etliche Fragen kamen den Kindern in den Sinn und Frau M. hatte viel zu erzählen.

Am zweiten Tag bekamen wir Besuch einer Gruppe hörbehinderter und gehörloser Kinder mit ihren ebenfalls gehörlosen Betreuern. Diese wurden von den Kindern sofort in das Geschehen integriert, sehr schnell war ein kommunikativer Austausch mit allen Mitteln gegeben, die Kinder probierten sich in Gebärdensprache, selbst erdachter Mimik und Gestik…, was gerade möglich war. Am Ende des gemeinsamen Tages wurden sofort Pläne geschmiedet, wie wir das so anregende Miteinander der Kinder wiederholen, vertiefen und erweitern können, eine Einladung zum Gegenbesuch wurde spontan ausgesprochen.

Über den letzten Tag berichtet nun unsere Betreuerin Sabrina. Sie hat gleich noch ein passendes Gedicht gefunden: Am Freitagmorgen war es schon wieder soweit: Der letzte Projekttag war angebrochen. Wie schnell doch die Zeit verfliegt, wenn uns etwas wirklich viel Spaß und Freude bereitet! Nichtsdestotrotz stand natürlich auch an unserem letzten Tag noch jede Menge Programm an, wie wir in unserer ersten Versammlung an diesem Tag feststellen konnten. Die Kinder konnten sich mit ihrem jeweiligen Team heute nämlich ein letztes Mal an verschiedene Stationen ausprobieren, um noch einmal ordentlich Sensos abzukassieren. Der eine oder andere hat ja schließlich auch lange auf ein bestimmtes Objekt aus dem Kaufladen gespart und dann fehlen da doch nur noch diese paar Sensos ... also nichts wie los! Ein letztes Mal Sensos sammeln! Als besondere Attraktion befand sich außerdem im Außenbereich ein regelrechtes Erfahrungsfeld der Sinne, welches seinen Namen zu Recht trägt. Hier wurden unsere Sinne nämlich tatsächlich ganz schön auf die Probe gestellt und der eine oder andere mag sich wohl auch wirklich gefragt haben, ob er denn nun spinnt. Wo sieht man sonst schon Sand tanzen? Geplättet von den Eindrücken des Morgens konnten wir am Mittag dann erst einmal unsere Geschmacksnerven mit Pizza und leckerem Kuchen erfreuen und uns somit für den weiteren Tagesverlauf stärken. Wir hatten schließlich noch einiges vor! Nach dem Mittagessen begann nämlich die heiße Phase unseres Projektes. Langsam mussten wir uns intensiver auf die Vorführung vorbereiten, die wir doch den Eltern versprochen haben. Also noch einmal alles geben! Während die Kinder ihren neu erlernten Künsten den letzten Schliff verliehen, dekorierten die Betreuer in den Innenräumen alles einladend mit den selbstgestalteten Bildern und T-Shirts. Nichts sollte den Augen der Eltern vorenthalten bleiben. Um ca. halb vier war es dann endlich soweit, dass wir unsere Gäste in Empfang nehmen konnten. Aber mit der Freude stieg auch die Aufregung der Kinder. Dann ging es endlich los. Wir durften eine Darbietung erleben, die vom Trommeln auf Cajons über Sporthockern bis hin zu Sprechgesängen und Fingeralphabet-Erraten reichte. Belohnt wurde die tolle Vorführung dementsprechend natürlich mit tosendem Applaus aus der Zuschauermenge. Danach waren die Eltern und Geschwister an der Reihe. Zusammen mit ihren Kindern durften sie selbst in alle Stationen reinschnuppern und dabei ihre Sinne entfalten, wobei das Cocktail-Erraten sehr gut ankam.

Als Fazit aus diesem tollen Projekt können wir ziehen, dass man einfach öfters mal mit seinen Sinnen spinnen sollte!

 

Ein Stück Ewigkeit

 

Komm

lass uns Träume spinnen

aus grenzenloser Heiterkeit

mit weiten Herzen

offnen Sinnen

durcheilen Raum und Zeit

Lass

uns erden Fesseln lösen

fliegen mit dem Sternenwind

Verwunschene im Traum erlösen

spüren wie die Seele schwingt

Komm

lass uns Träume spinnen

schnell

vor des Morgenglanzes Licht

bevor in unsren Sinnen

ein Stück Ewigkeit erlischt.

 

Manfred Poisel

 

Ein solch intensives und vielfältiges Projekt fordert auch viel Engagement und nicht wenig Kosten. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns auf ihre jeweils sehr unterschiedliche Weise unterstützt und dieses tolle, mit Sicherheit auch sehr nachhaltige Projekt ermöglicht haben: An Aktion Mensch, wo wir finanzielle Unterstützung erhielten, an das Ökumenische Zentrum mit der Möglichkeit zur Raumnutzung, an alle Betreuer und unsere pädagogische Leitung Fr. Szymaniak, die viele Stunden Arbeit zum großen Teil auch ehrenamtlich, geleistet haben, an alle Workshopleiter, die mit ihren Ideen die Kinder begeistert haben und natürlich an alle ehrenamtlichen Helfer des Vereins, die mit Organisation, Materialbeschaffung, Verpflegung der Kinder etc. ebenfalls einen wichtigen Teil zum Gelingen beigetragen haben.

 

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