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Besonders Begabte Kinder e.V.

Besonders Begabte Kinder e.V.

Termine

21.02. und 28.02.2018 Elternseminar "Begabte Mädchen"

Referentin: Frau A. Szymaniak, Diplompädagogin (Univ.)

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Mitgliederversammlung: 14.03.2018 um 20 Uhr

In den Gemeinderäumen der Christuskirche in Stadeln. Die Einladung erfolgt zeitnah per Post.

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Elternseminar „Kommunikation“: 6.03., 13.03. und 21.03.2018

Über die Macht der Sprache in der Erziehung

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NEU: Angebot für jüngere Kinder am 20. April von 14:30 bis 17:30 Uhr.

Ein Nachmittag auf dem Erlebnisbauernhof. Alter ca. 3-5 Jahre. Weitere Informationen erfolgen bald.

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NEU: Angebot für Jüngere: Trau Dich „Keiner ist zu klein ein Helfer zu sein“

Samstag, 2. Juni, 13-16 Uhr in Erlangen

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Kindergruppentermine 2017/18

Mädchen- und Jungengruppe

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Elternrunde an jedem ersten Montag im Monat

Austausch- und Kontaktmöglichkeit für Interessierte und betroffene Eltern

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adhs

ADHS und Hochbegabung?

Hochbegabung und Störungen der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit, sowie Hyperaktivität und innere Unruhe (AD/HS – Aufmerksamkeits- Hyperaktivitätsstörung) werden oft verwechselt, oder es wird fälschlicherweise unterstellt, dass AD/HS und Hochbegabung häufig gleichzeitig auftreten.

Betrachtet man das Verhalten von Kindern mit AD/HS und hochbegabten Kindern oberflächlich, kann es in der Tat leicht zu Verwechslungen kommen. Diese beiden Phänomene weisen mitunter tatsächlich - was das Verhalten der Kinder angeht - viele Gemeinsamkeiten auf. Diese gemeinsamen Symptome, die letztendlich – betrachtet man die Ursachen – keine Gemeinsamkeiten sind, machen es so schwer, AD/HS und Hochbegabung zu unterscheiden: Verwechslungen sind die Folge.

Aber es gibt auch weitere Gründe, die eine Verwechslung, bzw. Fehleinschätzung begünstigen:

  • Wunschdenken der Eltern. Eltern neigen mitunter dazu, Unruhe und Unaufmerksamkeit ihres Kindes als Ausdruck einer nicht erkannten Hochbegabung zu deuten.
  • Die erlebte Diskrepanz zwischen den Anforderungen der Umwelt und den eigenen Fähigkeiten führt sowohl bei Hochbegabten als auch bei Kindern mit AD/HS zu Frustrationen und auffälligem Verhalten.
  • Fehlinterpretationen durch Fachleute: Von Fachkräften werden mitunter bei störendem und unangepasstem Verhalten der Kinder Erklärungen favorisiert, die die Ursachen entweder im Elternhaus (Erziehungsdefizite) oder in einer Krankheit wie AD/HS suchen. Auch von Kinderärzten werden häufig übereilte und ungenaue Diagnosen in Richtung AD/HS gestellt.
  • Bei hochbegabten Kindern werden Verhaltens- und Aufmerksamkeitsstörungen meist als ein besonders häufig, oft sogar als das zuerst bemerkte Problem beobachtet. Dies verleitet dazu, einen Zusammenhang zwischen Hochbegabung und AD/HS zu unterstellen.

Tatsache ist jedoch, dass ein tatsächlicher Zusammenhang von AD/HS und Hochbegabung wissenschaftlich nicht erwiesen und nicht haltbar ist. Es gibt keinen Grund, nicht anzunehmen, dass AD/HS unter hochbegabten genauso häufig, bzw. selten vorkommt wie unter durchschnittlich begabten Kindern.

Folgen einer Fehldiagnose in Richtung AD/HS:

  • Die notwendige Förderung und Förderung der Intelligenz des hochbegabten Kindes unterbleibt weiterhin. Die geistige Unterforderung wird nicht beseitigt. Folge: Die Frustration nimmt zu, ebenso die Demotivation, sowie Lern- und Konzentrationsstörungen, infolgedessen verschlechtern sich die Leistungen. Eine negativ verlaufende Schulkarriere droht.
  • Eine medikamentöse und therapeutische Behandlung kann sich negativ auf Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung des Kindes auswirken.
  • Die therapeutischen Misserfolge lösen sowohl beim Kind, als auch beim Umfeld Frustration und Gefühle des Versagens aus: negative Folgen für das Selbstkonzept des Kindes.

Fazit:

  • Es ist wichtig, Lehrer, Eltern, Erzieher und gerade Ärzte stärker für die Problematik einer möglichen Verwechslung zu sensibilisieren.
  • Bei der Abklärung einer AD/HS-Störung sind ein oder mehrere IQ-Tests unerlässlich, denn die Abgrenzung von AD/HS ist eigentlich nicht schwer und relativ sicher, da der IQ über 130 spezifisch für Hochbegabung ist.

Ein Intelligenz-Test sollte also bei der Abklärung von AD/HS nicht fehlen. Aber auch bei hochbegabten Kindern kann zusätzlich AD/HS vorliegen, auch das sollte unbedingt abgeklärt werden. Auch hierfür gibt es genaue wissenschaftliche Kriterien, die AD/HS ausschließen, bzw. bestätigen können.

Quelle: A. Stapf (2003).Aufmerksamkeitsstörung und Hochbegabung -Differentialdiagnostische Überlegungen und Hinweise.journal für begabtenförderung, 2,6-11